Von Zeichen, blutigen Nasen und der Liebe zu Spanien

Letztes Wochenende ist mir etwas Kurioses passiert: Mein Mann und ich hatten die Idee, über seinen Geburtstag im September ein paar Tage nach Malaga zu fliegen. Gesagt getan. Wir recherchierten also, welche Airline von Hamburg aus fliegt, welche Flugtage günstig sind und in unsere Zeitplanung passen. Dann setzten wir uns Freitag an den PC und wollten die Flüge buchen. Und was soll ich sagen: Aus nicht weiter nachvollziehbaren Gründen funktionierte die Buchung nicht. Zwei Mal.

Also setzten wir uns Samstag nochmal an den PC und versuchten nochmal zu buchen. Dieses Mal waren wir schon so weit, dass mein Mann die Zahlung an seinem Handy per Face ID freigegeben hatte und dann – nichts. Keine Bestätigungsmail der Airline, keine Abbuchung vom Konto und die Eingabemaske auf der Airlineseite war wieder auf Flugsuche zurück gesprungen. 

An solchen Stellen in meinem Leben werde ich immer aufmerksam. Ich werde aufmerksam, wenn Dinge nicht einfach “durchlaufen” und ich auf einmal mit unerwarteten Rückschlägen/Hindernissen konfrontiert werde. Ich werde aufmerksam, wenn ich das Gefühl habe, dass auf einmal keine Energie mehr in eine bestimmte Richtung fließt. 

Und dann frage ich mich: Was ist der Hintergrund? Geht es an dieser Stelle darum, weiter zu machen, resilient zu sein, durchzuhalten, mit den Hindernissen umzugehen, sie zu um-gehen? Oder habe ich hier gerade ein Stoppzeichen vor der Nase? Will der Fluss des Lebens mich lieber in eine andere Richtung lenken? Ist die Richtung, die ich mir gerade überlegt habe, vielleicht gar nicht die richtige Richtung? Und kann ich dies vielleicht einfach noch nicht erkennen, weil ich aus meiner Perspektive nur einen winzig-kleinen Ausschnitt des Big Pictures sehen kann?

In meinem Flubuchungsbeispiel habe ich mich für letztere Deutung entschieden. Wir bleiben im September also lieber zuhause und wer weiß, vielleicht erfahren wir ja auch noch irgendwann, warum es für uns wichtig war, zu diesem Zeitpunkt nicht wegzufliegen…

An dieser Stelle möchte ich Dich einmal einladen, in Deinem Leben hinzuschauen: was fühlt sich richtig und leichtgängig an? Und was sind Themen, bei denen Du Dir an verschlossenen Türen immer wieder eine blutige Nase holst? Wo ist es Zeit, loszulassen und neue Wege zu gehen? Die Kraft des Frühlings zu nutzen, um neue Wege zu gehen, die für Dich stimmiger und passender sind?

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