Gerade sitze ich an der Vorbereitung eines Impulsvortrags zum Thema hinderliche Glaubenssätze/Denksysteme und wie unsere Gedanken und auch unsere unbewussten Programme unsere Realität erschaffen.
Die Individualpsychologie geht davon aus, dass wir in den ersten sieben Jahren unseres Lebens unsere „Lebensstilelemente“ (Glaubenssätze, Verhaltensmuster) entwickeln und diese uns dann so in Fleisch und Blut übergehen, dass wir sie später kaum mehr als veränderbare Elemente wahrnehmen, geschweige denn hinterfragen. Sie werden quasi zu unserer Realität und zum Filter, wie wir unsere Umgebung wahrnehmen und wie wir auf Impulse von außen reagieren.
Dr. Joe Dispenza geht sogar so weit zu sagen, dass wir unseren freien Willen an unsere unbewussten Programme verlieren.
Ich finde, das ist ein wahnsinnig spannendes Thema, weil genau dort ein Hebel liegt, wenn wir etwas in unserem Leben ändern wollen. Wenn wir das Gefühl haben, dass wir uns immer im Kreis drehen und den Ausgang und die Lösung nicht finden.
Mit meinem Coachees setze ich genau bei diesen, in ihren heutigen Leben nicht mehr dienlichen, Lebensstilelementen an. Wir arbeiten am Erkennen und Aufdecken dieser alten Muster und Glaubenssätze und ermöglichen durch das Bewusstmachen Raum, Handlungsalternativen und schlussendlich mehr Gestaltungs- und Wahlfreiheit im Leben meiner Coachees. Wir schalten quasi den Autopiloten ab und kehren zurück in den Driver Seat.
Konntest du für dich schon einmal hinderliche Glaubenssätze aufdecken? Wenn ja, hier ein paar Ideen, wie du dich der Auflösung dieser nähern kannst:
- Zeige deinem Verstand, dass diese Glaubenssätze nicht wahr sind
- Gib deinem Verstand Gegenbeweise
- Definiere, welche (neuen) Glaubenssätze förderlich sind und finde dafür Beweise
- Entscheide bewusst, was du denken willst und welche Glaubenssätze Bestand haben dürfen
